Botswana hat sich bewusst gegen den Massentourismus entschieden. Statt möglichst viele Betten in die Wildnis zu stellen, setzt das Land auf das Prinzip „low volume, high value“: wenige Reisende, große, geschützte Flächen, hohe Naturschutz-Standards. Ein erheblicher Teil der Landesfläche steht unter Schutz. Das merkst Du sofort, eine Tierbeobachtung teilst Du hier selten mit einer Wagenkolonne.
Das Herz des Landes ist das Okavango Delta: ein Fluss, der nicht ins Meer mündet, sondern in der Kalahari versickert und dabei ein gigantisches, lebendiges Wasserlabyrinth bildet. Seit 2014 ist es UNESCO-Weltnaturerbe. Drumherum liegen weite Konzessions- und Schutzgebiete wie das Khwai. Genau dort sind wir unterwegs, nicht in den überlaufensten Ecken, sondern dort, wo Wildnis noch Wildnis ist.
Das Faszinierende ist das Timing: Das Hochwasser, das das Delta speist, stammt aus dem angolanischen Regen und kommt mit Monaten Verzögerung an. So steht das Delta ausgerechnet in der trockenen Wintersaison am höchsten unter Wasser, wenn ringsum die Kalahari verdorrt, und genau dann zieht es das Leben aus weitem Umkreis hierher.
Ehrlich gesagt: Botswana ist kein günstiges Reiseland. Park- und Konzessionsgebühren sind hoch, viele Camps nur per Buschflug erreichbar. Dafür bekommst Du eine Tier- und Naturqualität, die ihresgleichen sucht. Wie sich die Kosten zusammensetzen, erklären wir Dir ehrlich in unserem Kosten-Ratgeber.
„In Botswana geht es nicht darum, möglichst viele Tiere abzuhaken. Es geht darum, langsam zu werden, Spuren lesen, Verhalten beobachten, abends am Feuer sitzen, während draußen die Wildnis weiterlebt. Genau deshalb gehen wir dorthin, wo kaum jemand ist.“
Sebastian Canaves, Gründer Off The Path